Demenz – ein Theater des Lebens

 

Im Verlauf der Demenz findet sich der Betroffene mehr und mehr in seiner eigenen Welt zurecht, verändert sein Empfinden und seine Wahrnehmung für unsere Realität. Je  nach biographischen Verlauf, Erlebnissen und Tagesverfassung verändert der Betroffene sein Verhalten und zeigt für uns oft unverständliche Reaktionen, welche einem Schauspiel gleichen. Als Angehöriger und betreuende Person haben Sie immer die Möglichkeit, in diesem Stück mitzuspielen. Zu beachten ist, dass die Handlung die Krankheit schreibt und der Erkrankte allein Regie führt!

 

Unabhängig von der momentanen Inszenierung ist es wichtig, eine wertschätzende Grundhaltung gegenüber dem Demenzkranken einzunehmen. Wir dürften nicht mit den gleichen, oft starken Gefühlen antworten, sondern müssen eine ruhige und verständnisvolle Kommunikation mit dem Erkrankten finden. Diese kann und wird in vielen Fällen auch nonverbal sein.

 

 

                                                            Michael Wissusek